"Habe ich ein Bild vor mir, mache ich mir Wörter, und habe ich einen Text vor mir, mache ich mir ein Bild. Das Bild schafft den Mangel, der auf den Text verweis, und der Text bleibt undurchsichtig, um auf das Bild zurückzuweisen." Was Jochen Gerz hier aus der Betrachterperspektive beschreibt, überträgt er als Künstler in ein poetisches Geflecht aus Sprache und Fotografie, Erinnerung und Reflexion. Gerz, der ursprünglich vom Text kommt, erkannte in der Einbeziehung des fotografischen Bildes spezifische Möglichkeiten zur Erkundung der Potentiale von Sprache und Bild. Der über die Fotografie erreichte reale Zugriff wird in Gerz’ Arbeiten über Bildanordnungen und Textkombinationen in einen provisorischen Bedeutungszusammenhang gebracht. Eben diese Instabilität markiert den widersprüchlichen Charakter seiner Bild/Text-Arbeiten. Sie sind frühe Laborversuche einer später in der Kunst wirksam gewordenen Koexistenz verschiedener Medien und Gattungen.


Herausgegeben von Museum Folkwang

160 Seiten

Fester Einband / gebunden
19.5 x 25.2 cm

Deutsch

ISBN 978-3-88243-854-3
1. Auflage 09/2002

Vergriffen

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