Kinder in Auschwitz: Das ist der dunkelste Fleck einer dunklen Geschichte. Sie wurden mit ihren Familien nach Auschwitz verschleppt oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige haben überlebt. Zeit ihres Lebens tragen sie die Spuren des Erlittenen auf dem Körper und in ihren Seelen. Am Unterarm oder Schenkel eintätowiert, wächst sie mit, die Häftlingsnummer. Auschwitz ist immer da. Am Tag, am Abend, in der Nacht: die Trennung von den Eltern und Geschwistern, die sogenannten »Kinderblocks« im Lager, die an ihnen vollzogenen Experimente, der ständige Hunger, die Sehnsucht nach der Familie, einem warmen Federbett, nach Geborgenheit.

Nach ihrer Befreiung kannten manche weder ihren Namen, ihr Alter noch ihre Herkunft. Fast alle waren Waisen. Sie trauten lange Zeit keinem Menschen mehr, mussten mit ihren Kräften haushalten, waren voller Angst. Wie leben nach Auschwitz? Geduldig hat Alwin Meyer über Jahrzehnte hinweg die Kinder von Auschwitz gesucht, einfühlsam mit ihnen gesprochen und ihr Vertrauen gewonnen. Viele erzählen zum ersten Mal vom Lagerleben, von einer Kindheit, in der Tod immer präsent und nie natürlich war.

Lesungen:

24.05.2018, 18.00 Uhr: Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Taunusstraße 4-6, Wiesbaden
25.06.2018, 17.00 Uhr: Tagungszentrum Bethanien, Barkhausenstraße 31–33, Langeoog
01.09.2018, 19.00 Uhr: Tivoli Gotha, Am Tivoli 3, Gotha
01.10.2018, 18.00: Gedenkstätte Hadamar, Mönchberg 8, Hadamar
03.11.2018, 11.00 Uhr: Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, Berliner Ring 12/2, Tübingen
04.11.2018, 10.00 Uhr: Evangelische Martinskirche, Frischlinstraße 33, Tübingen

Ausstellungen:

04.04. – 31.05.2018: Jugendhaus „Thomas Morus“, Geschwister-Scholl-Straße 4, Genthin
17.04. – 27.04.2018: Bischöfliches Institut Büllingen, Am Wittumhof 10, Büllingen, Belgien
24.05. – 22.06.2018: Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Taunusstraße 4-6, Wiesbaden
24.06. - 31.07.2018: Tagungszentrum Bethanien, Barkhausenstraße 31–33, Langeoog
01.09. - 30.09.2018: Tivoli Gotha, Am Tivoli 3, Gotha
01.09. - 28.09.2018: Liebfrauenschule Oldenburg, Auguststraße 31, Oldenburg
01.10.2018 - 30.11.2018: Gedenkstätte Hadamar, Mönchberg 8, Hadamar
01.11. - 30.11.2018: Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, Berliner Ring 12/2, Tübingen
02.11. - 30.11.2018: Evangelische Martinskriche, Frischlinstraße 33, Tübingen

Rezensionen:

Gert Scobel, 3sat Mediathek:
Gert Scobels persönliche Empfehlung: "Alwin Meyer ist seit vielen Jahre auf der Suche nach Überlebenden von Auschwitz - insbesondere nach den Menschen, die damals Kinder waren. In seinem Buch stellt er viele dieser Kinder und ihre Geschichte vor. Das Buch erzählt eindrucksvoll und stark auch von einem Leben, das möglich gewesen wäre und anders hätte sein können."
Buchtipp: "Vergiss Deinen Namen nicht. Die Kinder von Auschwitz"

Ulrich Gutmair, taz:
"Am Montagmorgen meldet der Deutschlandfunk, dass Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, vorschlägt, alle Schüler ab der neunten Klasse sollten eine KZ-Gedenkstätte besuchen. Es würde vielleicht reichen, ihnen die Geschichten der Kinder von Auschwitz zu erzählen."
Menschen sterben nicht

Wolfgang Paterno, profil:
"Das Buch ist eine große Erzählung, Denkmal und Mahnmal zugleich. Eine Annäherung an die Ungeheuerlichkeit des Undenkbaren, wie sie nur alle paar Jahre erscheint."
Meer der Leiden

Dr. Heike Talkenberger, Damals – Das Magazin für Geschichte:
"Alwin Meyer hat die wenigen Überlebenden der Verfolgung und ihre Angehörigen aufgesucht, ihr Vertrauen gewonnen und erzählt nun in diesem beeindruckenden Buch ihre Geschichten. Er beginnt mit dem 'Leben davor', mit Erinnerungen an eine meist unbeschwerte Kindheit […]. Dann folgen die furchtbaren Jahre der Verfolgung und Internierung, vor allem in Auschwitz- Birkenau. Nicht nur Hunger, Todesangst und ständige Gewalt gehörten zu den traumatisierenden Erfahrungen der Kinder, sondern vor allem auch der Verlust der Angehörigen, das Alleinsein, das Ausgeliefertsein. Diese Erlebnisse belasten als schwere Hypothek die Überlebenden in der Nachkriegsgesellschaft, wie die Gespräche zeigen. Das Buch ist ein wichtiger, ein unverzichtbarer Beitrag zur Holocaust-Forschung. Mit seiner einfühlsamen Darstellung sorgt es dafür, dass die Kinder von Auschwitz nicht vergessen werden."

Annika Welle, Wissenschaftlicher Anzeiger:
"Die vielen Jahre, die Alwin Meyer an diesem Buch gearbeitet hat, zeichnen sich nicht nur durch den Umfang des Werkes und dem ausführlichen Quellenverzeichnis, sondern auch in der gesamten literarischen Umsetzung – Konzeption, Inhalt, Stil – ab. Die langjährige Recherchearbeit wird so auf jeder Seite deutlich. Heute wird leider nur allzu häufig das Grauen von Auschwitz als längst bekannt abgetan. Doch Meyer gelingt es, in seinem Buch das Gegenteil zu beweisen."

Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung:
"Alwin Meyer hat den Kindern von Auschwitz ein anrührendes und akribisch recherchiertes Buch gewidmet. Dass unter den ermordeten Juden überproportional viele Kinder waren, ist zwar eine bekannte, doch bis heute wenig beachtete Tatsache. […] Es gelingt ihm auf berührende, fesselnde und geradezu irritierend ruhige Weise, was Saul Friedländer einfordert, 'das Primärgefühl der Fassungslosigkeit' zu bewahren. […] Meyers Werk ist nicht nur eine eindrucksvolle Rechercheleistung, sondern auch ein faszinierend komponiertes Buch."


760 Seiten

Fester Einband / Leineneinband
16 x 23.5 cm

Deutsch

ISBN 978-3-86930-949-1
2. Auflage 10/2016
1. Auflage 02/2015

€ 38,80 inkl. MwSt.
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