Kinder in Auschwitz: Das ist der dunkelste Fleck einer dunklen Geschichte. Sie wurden mit ihren Familien nach Auschwitz verschleppt oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige haben überlebt. Zeit ihres Lebens tragen sie die Spuren des Erlittenen auf dem Körper und in ihren Seelen. Am Unterarm oder Schenkel eintätowiert, wächst sie mit, die Häftlingsnummer. Auschwitz ist immer da. Am Tag, am Abend, in der Nacht: die Trennung von den Eltern und Geschwistern, die sogenannten »Kinderblocks« im Lager, die an ihnen vollzogenen Experimente, der ständige Hunger, die Sehnsucht nach der Familie, einem warmen Federbett, nach Geborgenheit.

Nach ihrer Befreiung kannten manche weder ihren Namen, ihr Alter noch ihre Herkunft. Fast alle waren Waisen. Sie trauten lange Zeit keinem Menschen mehr, mussten mit ihren Kräften haushalten, waren voller Angst. Wie leben nach Auschwitz? Geduldig hat Alwin Meyer über Jahrzehnte hinweg die Kinder von Auschwitz gesucht, einfühlsam mit ihnen gesprochen und ihr Vertrauen gewonnen. Viele erzählen zum ersten Mal vom Lagerleben, von einer Kindheit, in der Tod immer präsent und nie natürlich war.

Lesungen:

01.08.2017, 17.00 Uhr: Dokumentationszentrum Prora, Strandstraße 74, Prora/Rügen
17.09.2017, 11.00 Uhr: Katholische Akademie Stapelfeld, Stapelfelder Kirchstraße 13, Cloppenburg
04.11.2017, 9.30 Uhr: Haus Maria Rast, An der Wallfahrtskirche 1, Bethen
18.01.2018, 13.30 Uhr: Europa-Studienseminar, Schubertstraße 60, Gießen
19.01.2018, 10.00 Uhr: Synagogue Ettelbruck, Rue de la Synagogue, Ettelbruck, Luxembourg

Ausstellungen:

01.08. – 15.09.2017: Dokumentationszentrum Prora, Strandstraße 74 , Prora/Rügen
17.09. – 29.10.2017: Katholische Akademie Stapelfeld, Stapelfelder Kirchstraße 13, Cloppenburg
03.10. – 31.10.2017: Robert-Schuman-Institut, Vervierser Straße 89-93, Eupen, Belgien
03.11. - 24.11.2017: Centre de Documentation et de Recherche sur la Résistance (Villa Pauly), 57, Boulevard de la Pétrusse, Luxembourg
04.01. - 27.01.2018: Synagogue Ettelbruck, Rue de la Synagogue, Ettelbruck, Luxembourg

Rezensionen:

Gert Scobel, 3sat Mediathek:
Gert Scobels persönliche Empfehlung: "Alwin Meyer ist seit vielen Jahre auf der Suche nach Überlebenden von Auschwitz - insbesondere nach den Menschen, die damals Kinder waren. In seinem Buch stellt er viele dieser Kinder und ihre Geschichte vor. Das Buch erzählt eindrucksvoll und stark auch von einem Leben, das möglich gewesen wäre und anders hätte sein können."
Buchtipp: "Vergiss Deinen Namen nicht. Die Kinder von Auschwitz"

Ulrich Gutmair, taz:
"Am Montagmorgen meldet der Deutschlandfunk, dass Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, vorschlägt, alle Schüler ab der neunten Klasse sollten eine KZ-Gedenkstätte besuchen. Es würde vielleicht reichen, ihnen die Geschichten der Kinder von Auschwitz zu erzählen."
Menschen sterben nicht

Wolfgang Paterno, profil:
"Das Buch ist eine große Erzählung, Denkmal und Mahnmal zugleich. Eine Annäherung an die Ungeheuerlichkeit des Undenkbaren, wie sie nur alle paar Jahre erscheint."
Meer der Leiden


760 Seiten

Fester Einband / Leineneinband
16 x 23.5 cm

Deutsch

ISBN 978-3-86930-949-1
2. Auflage 10/2016
1. Auflage 02/2015

€ 38,80 inkl. MwSt.
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