Roland Topor

Roland Topor, 1938 als Sohn polnisch-jüdischer Emigranten geboren, lebte und arbeitete u.a. als Autor, Maler, Regisseur und Bühnenausstatter in Paris. Sein gesamtes Schaffen ist stark von den Surrealisten beeinflusst. Das Bizarre, Groteske und Alptraumhafte wurde zu seinem Markenzeichen und machte ihn zum Meister der makabren Pointe. Topor war ein vielseitiger Künstler, der sich nie spezialisieren wollte. Er schrieb sowohl Drehbücher als auch Romane, darunter den von Roman Polanski verfilmten Roman Der Mieter, in dem der Regisseur selbst die Hauptrolle übernahm. Er schuf Zeichentrick- und Animationsfilme, für die er u.a. in Cannes ausgezeichnet wurde. Als Schauspieler stand er zum Beispiel in Herzogs Nosferatu und Schlöndorffs Eine Liebe von Swann vor der Kamera. Er entwarf Film- und Theaterplakate und machte sich mit seinen international erfolgreichen Theaterstücken insbesondere in Deutschland einen Namen als Dramatiker. In seinen Werken blickt Topor hinter die blendende Fassade und zeigt die Abgründe und Ängste der Menschen, die er in überspitzten, surrealen Bildern ausdrückt. Topor starb 1997 in Paris.

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