Lois Hechenblaikner
Der Drang, die Welt zu erkunden und aus dem Alltag auszubrechen, ist ein tiefes menschliches Bedürfnis über alle Zeiten und Kulturepochen hinweg, Garant und Motor für Fortschritt. Das »Fernweh« aber ist eine romantische Kategorie, und in der Tat ist es noch nicht lange her, dass die Menschen begonnen haben, aus reinem Vergnügen zu reisen. Das sentimentalische Fernweh indes, Ausdruck eines romantisch gebrochenen Lebensgefühls, ist eine unerfüllbare Sehnsucht geblieben. Die 48. Innsbrucker Wochenendgespräche gehen deshalb unter der Moderation von Carolina Schutti dem Thema »Fernweh« nach. Doch das Fernweh der einen ist der Overtourism der anderen, was gerade in einer Region wie Tirol immer schmerzlicher spürbar wird, wo mit der Generierung und Inszenierung touristischer Sehnsüchte viel Geld verdient wird. So sollen in den Diskussionen zum Thema »Fernweh« auch die Schattenseiten beleuchtet werden und die weniger romantischen Aspekte zur Sprache kommen.
Zu der Gruppe von Autorinnen und Autoren, die zu den 48. Innsbrucker Wochenendgesprächen zu Gesprächen, Lesungen und zum Gedankenaustausch eingeladen sind, ist auch Lois Hechenblaikner, der in seinen Fotoarbeiten in die Abgründe der Tourismusindustrie blicken lässt, was über die Jahre auch als Erzählung einer zunehmenden Desillusionierung lesbar wird.
Alle Infos, Programmübersicht und Veranstaltungsorte: wochenendgespraeche.at