Kaum je zuvor hat ein literarisches Werk eine solche Debatte ausgelöst wie im Herbst 1995 Ein weites Feld von Günter Grass: Über Wochen beherrschte der "Wende"-Roman um den Fontane-Wiedergänger und DDR-Bürger Theodor Wuttke, genannt Fonty, die Medien und sorgte bis in die Nachrichtensendungen hinein für kontroverse Diskussionen. Auslöser war unter anderem ein Titelbild des "Spiegel", auf dem Marcel Reich-Ranicki das Buch in zwei Hälften zerreißt. Neben einer Vielzahl von keineswegs nur negativen Rezensionen, in denen die politische Kritik an Grass häufig die literarische Kritik bestimmte, bot die Auseinandersetzung Anlaß für Leitartikel und Kommentare, für Glossen und unzählige Leserbriefe. Der Fall Fonty dokumentiert die Ereignisse: Aus mehr als 10000 Zeitungsartikeln wurden Agenturmeldungen und Rezensionen, Berichte und Interviews ausgewählt, ergänzt durch Briefe an Oskar Negt ordnet in seiner Einleitung die politisch-literarische Diskussion um den Grass-Roman in die moderne Medienentwicklung ein.


Herausgegeben von Oskar Negt

496 Seiten

Paperback / softback / Paperback
11.5 x 18 cm

Deutsch

ISBN 978-3-88243-399-9
1. Auflage 09/2002

Vergriffen

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