Valeska Gert (1892–1978) war in allem, was sie tat, schonungslos modern und künstlerisch hemmungslos. In den zwanziger Jahren tanzte sie radikale Stücke wie die Canaille (mit dem detailgetreuen Berufsalltag einer Prostituierten) und den fast unbewegten Tod (als realistisch gezeigtes Sterben eines Menschen). Sie spielte in Theaterstücken von Kokoschka, Wedekind und Toller, stand für Brecht auf der Bühne, inszenierte selbst und zwar in Stummfilmen zu sehen.

Als Avantgardekünstlerin und Jüdin blieb Valeska Gert nach 1933 nur die Emigration. In New York eröffnete sie die Beggar Bar – ihre Bettlerbar, in der sich von 1941 bis 1945 die Bohème der damaligen Zeit die Klinke in die Hand gab. Spätere Berühmtheiten wie Tennessee Williams und Judith Marina arbeiteten in diesem Nachtlokal als Kellner und an der Garderobe.

Valeska Gerts Die Bettlerbar von New York erschien zuletzt um 1958 im Selbstverlag und war lange Zeit vergriffen. Nun sind ihre Memoiren, in denen das bunte New York der Bohème ebenso lebendig ist wie das Deutschland der Vorkriegszeit und die europäische Tanzmoderne, endlich wieder erhältlich.


222 Seiten

Leineneinband
15.2 x 21.7 cm

Deutsch

ISBN 978-3-86930-518-9
1. Auflage 09/2012

Vergriffen

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