»Die beste Nation ist die Resignation.« Dieser Ausspruch wird dem österreichischen Dramatiker Johann Nestroy zugeschrieben, der seine Zeitgenossen im Wiener Volkstheater gern zum Lachen brachte. Was eine Nation ist, lässt sich jedenfalls nicht so einfach bestimmen. Vor allem in den stürmischen Zeiten, in denen wir uns derzeit befinden, wird Europa europaweit gern und schnell abgeschrieben und stattdessen wieder einmal die Nation oder der Nationalstaat beschworen. Genau an diesem Punkt stellt Ulrike Guérot mit ihrem Essay die richtigen Fragen: Was eigentlich ist die Nation? Vor allem aber: Wozu brauche ich meine Nation so unbedingt? Vielleicht hilft die Schneise, die dieser Text mit verschiedenen Definitionen durch den Nationen-Dschungel schlägt, die derzeit äußerst problematische Diskussion über Europa zu lichten. Kommt man vielleicht beim Lesen sogar zu dem Schluss, dass der europäische Integrationsprozess längst ein Prozess des Nation-Buildings und der europäischen Vergesellschaftung ist? Oder kommt man zu dem Ergebnis, dass Solidarität jenseits heutiger Grenzen institutionalisiert und die im Verborgenen liegende Nation Europa nur noch als Republik verfasst werden muss?

Der Essay Was ist die Nation? ist der dritte Essay in der Reihe ifa-Edition im Steidl Verlag.


Herausgegeben von ifa

160 Seiten

Fester Einband

Deutsch

ISBN 978-3-95829-645-9
Erscheint 10/2019

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