Ob aus Detroit oder Düsseldorf, wer Urlaub in Irland macht, hat einen Anspruch auf grüne Wiesen, geselligen Witz und würdevoll ertragene Armut - davon ist der Tourismus-Manager Damien überzeugt. Er erfindet ein Dorf, in dem das Leben der fünfziger Jahre als anmutige Burleske inszeniert wird. Schon bald werden das Projekt und sein Erfinder von den Medien heftig attackiert, und Damien verlangt es mehr denn je nach familiärer Nestwärme. Doch Tochter und Ehefrau haben ganz andere Sorgen. Heather ist zum ersten Mal verliebt, und Gillian, die eine "Entschleunigungsfarm" für ausgebrannte Zeitgenosssen leitet, fühlt sich ohnehin vollkommen überfordert. Kein Wunder, denn ihre geliebte Tante Grace ist an Alzheimer erkranke. Mit Graces allmählichem Aus-der-Welt-Schwinden scheint auch Gillian die Vergangenheit und die eigene Geschichte zu entgleiten. In ihrer Verzweiflung erprobt sie ein neues Medikament, das ihre Erinnerungsfähigkeit verbessern soll - ein Experiment mit ungeahnten Folgen.

Wie wir leben ist ein vielschichtiger, witziger und berührender Roman über Erinnerung, Identität und Zusammenhalt. Genüßlich seziert Molly McCloskey die Absurditäten, die mit die mit der radikalen Modernisierung Irlands in den letzten Jahrzehnten einhergegangen sind. Zugleich erzählt sie voller Anteilnahme von Verlustängsten und der Sehnsucht des Menschen, das zu beschützen, was er am meisten liebt.



Übersetzt durch Hans-Christian Oeser

360 Seiten

Fester Einband / Leineneinband
13.5 x 21.5 cm

Deutsch

ISBN 978-3-86521-329-7
1. Auflage 08/2006

Vergriffen

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