"David Armstrong verglich das Fotografieren immer mit dem ‚Perlentauchen’. Bei einer Million Bildern könne man von Glück reden, wenn ein oder zwei Perlen dabei seien. Anfangs dachte ich, der Fehler liege bei mir, wenn ich mit einem 35er Film nicht 34 gute Bilder geschossen hatte. Ich brauchte Jahre, um zu begreifen, dass Produktivität bedeuten kann, ein paar wenige Bilder zu machen, an die man sich gerne ein paar Jahre lang erinnert."

In ihrer neuesten Arbeit "Scopophilia" ("die Liebe zu schauen") vereint Nan Goldin ihre tiefe Bewunderung für die Kunstwerke vergangener Zeiten mit der lebenslangen Hingabe an ihr engstes Umfeld. Auf Einladung des Louvre fotografierte sie dort selbst ausgewählte Kunstwerke und ordnete diese Fotos anschließend früheren Aufnahmen aus ihrem persönlichen Freundeskreis zu – nach ästhetischen und assoziativen Gesichtspunkten. Damit schöpft sie nicht nur aus den reichen Beständen der Kunstgeschichte, sondern wirft auch einen neuen Blick auf ihr eigenes Œuvre der letzten 40 Jahre. Die erstaunlichen Parallelen zwischen den zwei Bildwelten entwickeln eine intensive visuelle Anziehungskraft.

Die aus über 400 Fotografien bestehende Serie wird nun erstmals in diesem Umfang in Deutschland präsentiert. Aus diesem Anlass erscheint Diving for Pearls als eigenständiges Künstlerbuch, das neben der neuesten Werkgruppe "Saints" (als Teil des Werkkomplexes "Scopophilia") eine Auswahl von Fotografien enthält, die noch nie zuvor veröffentlicht oder ausgestellt wurden.

Ausstellung: Noch bis 27.09.2915 in der Kestner Gesellschaft, Hannover


208 pages, 169 images

Four-color process
Hardback / Clothbound
23.5 x 22.9 cm

German

ISBN 978-3-95829-093-8
1. Edition 09/2015

€ 30.00 incl. VAT
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