Nach dem Tod ihrer Mutter Mary kehrt die junge Anastasia King traurig und einsam zu ihrer Großmutter nach Dublin zurück. Doch die Großmutter denkt gar nicht daran, ihr Trost zu spenden. Mary hat ihren einzigen Sohn gegen ihren Willen geheiratet und dann verlassen, Anastasia ist ihrer Mutter nach Paris gefolgt und deshalb, meint die Großmutter, schuld am Tod des Vaters. Mrs. King sinnt auf Rache und verwickelt Anastasia in ein perfides emotionales Katz-und-Maus-Spiel. Kaltherzig gibt sie Anastasia zu verstehen, daß sie in dem Haus ihrer Geburt nur mehr als Gast geduldet wird. Aber auch Anastasia ist der Liebe, die sie so verzweifelt herbeisehnt, unfähig. Denn als es eines Tages darum geht, den letzten Wunsch einer alten Freundin zu erfüllen, versagt sie kläglich.

Der irischen Schriftstellerin Maeve Brennan entgeht nicht die leiseste Gefühlsregung. Mitleidlos und genau erzählt sie von unausgesprochener, unterdrückter, verweigerter und pervertierter Liebe. Stolz, Schmerz, Wut und Aufbegehren, Furcht und Verzweiflung werden von Brennans klarer und gemessener Sprache ebenso eingefangen wie in Schach gehalten. Die Besucherin ist ein intimes Charakterporträt voll psychologischer Einsicht und atmosphärischer Dichte.


Nachwort von Hans-Christian Oeser
Übersetzt durch Hans-Christian Oeser

96 Seiten

Fester Einband / Halbleinen
13 x 21.5 cm

Deutsch

ISBN 978-3-88243-937-3
1. Auflage 10/2003

Vergriffen

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